Wir sind auf Tour!

Wir sind auf Tour!

Liebe Freunde, ich schreibe euch nun gerade aus NEW YORK CITY, jawohl, ihr
lest richtig. Ich befinde mich in den Vereinigten Staaten, in der Stadt der
unbegrenzten Möglichkeiten. Meine Reise hat recht gut begonnen, Montréal
war eine gute Wahl als Reisestart, wie ich glaube, denn es ist eine
wunderschöne Stadt und macht „Lust auf mehr“ ;) So habe ich in
den letzten 4,5 Tagen die französische Stadt im Osten Kanadas erkundet,
versucht, so viel wie möglich zu erleben und auch hier und da ein paar
Worte Französisch gelernt. Montréal ist sehr europäisch geprägt. Viele
schöne „alte“ (also um 1600 herum) Kirchen, andere Gebäude
und sogar einen Stadtteil namens Vieux Montréal (altes Montréal), in
welchem es Pflasterstraßen gibt. Hört sich ein bisschen wie unser
schönes Dresden an, hat mich auch teilweise wirklich sehr an die Heimat
erinnert und so habe ich mich recht wohlgefühlt. Für Kanada sehr
ungewöhnlich, ja für ganz Nordamerika. Besonders beeindruckend war die
Basilique Marie-Reine-du-Monde Cathédrale, über welche ich doch glatt
direkt an meinem ersten Tag gestolpert bin. Eine unglaublich schöne
Kathedrale mit einem prachtvollen Altar und einer Atmosphäre, die mich
fast schon etwas nachdenklich gestimmt hat – aber im positiven Sinne.
Schwer zu beschreiben, muss man wohl einfach selbst erleben. Zu finden auf
der Rue Réne Levesqué, Montréal, Québec, Kanada ;) Zudem hatte ich auch
Glück: Ich war genau zur Messezeit in der Kirche und habe so einen
Gottesdienst auf Französisch erlebt, zwar nur Jesus und Amen verstanden,
aber auch so was muss man ja unbedingt einmal gemacht haben.  Übrigens
habe ich die ersten Tage bei den Eltern eines Freundes meines Papas
gewohnt, denen ich sehr dankbar bin für ihre herzliche Aufnahme. Das nur
am Rande. An meinem zweiten Tag in „Mohrreaal“(so ungefähr die
Aussprache, schön das „r“ rollen)habe ich einen Ausflug auf
den Mont Royal, den königlichen Berg, des Städtchens Namensgeber, gewagt.
Nach Erklimmen des nicht allzu hohen Berges im Zentrum Montréals wurde man
auch kräftig mit einer fabelhaften Sicht über das Städtchen belohnt.
Nach zweimaligen Verfahren aufgrund der Französisch-Englisch –
Kommunikationshürde war ich auf einmal nicht mehr so hochmotiviert, doch
so schnell lass ich mich ja nicht unterkriegen. Ich stattete dem Museum der
modernen Künste einen Besuch ab, musste jedoch schnell feststellen, dass
die modernen Künste doch nicht so mein Fall sind. Auch das hochdramatische
Video einer Frau, welche spielerisch jegliche Art von Geschirr aus
Tischhöhe fallen lässt, konnte mich nicht so recht überzeugen und ließ
mich das Museum nach nicht allzu langer Zeit mit einem eher fragenden
Gesicht verlassen. Am Donnerstag, meinem 3. Tag, zog ich von unseren
Bekannten in eine Jugendherberge im Zentrum der Stadt um. Ich wagte mich
auch an jenem Tag an das große Thema Kunst, besuchte das Museum der feinen
Künste und wurde dieses Mal nicht enttäuscht. Rembrandt, Picasso, Renoir,
Dali und andere ermöglichten mir einen schönen Aufenthalt und fesselten
mich gute zwei Stunden. Auch sehr interessant: Eine Ausstellung über
Napoleon, in welcher Möbelstücke, Portraits aus seiner Residenz, Geschirr
und Büsten dargeboten wurden.  Erschreckend fand ich die Ausstellung zum
Thema die neue Welt, Zeit der globalen Erwärmung, in welcher zum Beispiel
ein Portrait, in welchem sich Fotos von Menschen, die am 11.September vom
WTC gesprungen sind aneinander gereiht waren. Erst von weiter weg, dann
mehr und mehr ran gezoomt. Etwas erschreckend.  Angeregt durch diesen
erfolgreichen Museumsbesuch wagte ich mich auch an das Museum der
kanadischen Architektur, welches im Endeffekt jedoch überhaupt nicht
meinen Geschmack traf und mich nur gute 10, 15 Minuten beschäftigte. Ich
ging zurück in die Jugendherberge. Es fand ein organisierter Abend statt,
der sich „Pub crawl“ nannte und darin bestand, gemeinsam
verschiedene Bars aufzusuchen und sich wohl auch besser kennenzulernen. Hat
recht gut geklappt, wir hatten eine gute Zeit, haben getrunken, Pool
gespielt und gelacht.  Am letzten Tag widmete ich meine Aufmerksamkeit
ganz dem wohl schönsten Stadtteil, Viéux Montréal, der Altstadt. Der Tag
begann mit einem Besuch der Basiliqué Notre Dame, einer unglaublich
riesigen und prachtvollen katholischen Kirche, für die man zwar bezahlen
muss als Tourist, aber deren Besuch sich wirklich gelohnt hat. Doch seht
selbst….
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Off to Montréal

Liebe Freunde, entschuldigt, dass ich so lange wieder hab nichts von mir
hören lassen.
Mittlerweile befinde ich mich gute 10 Monate in Kanada! Wow, das hört
sich nach einer langen Zeit an, fühlt sich an, wie im Fluge vergangen.
Nächste Woche, am 31.05. endet auch meine Zeit in Vancouver, einer
tollen Stadt, in der ich viele Sachen erlebt habe und die ich sehr
vermissen werde. Meine Reise geht zunächst nach Montreal, nächste
Station ist dann New York City (jaaa, ich gehe nach NEW YORK! :) Danach
werde ich mir die Niagara Fälle anschauen und anschließend Toronto. Hört
sich nach viel Action an, nicht? Ich werde euch - hoffentlich - davon
berichten und Bildmaterial liefern.
So viel für jetzt. Liebe Grüße sendet euch Nadine.